hennings welt

ENDLICH!

Juni 7th, 2005

Also, nun kann ich endlich ins Internet, wenn auch nicht auf die gmx-Seite, um meine emails zu checken… die ist irgendwie gesperrt. Schreibt also emails moeglichst ueber meine hrasmussen Adresse.

Ansonsten bin ich gut angekommen, mein erster Tag war natuerlich eher unstrukturiert, aber anscheinend werde ich mich hier nicht totarbeiten - was in meinem Sinne ist… :wink:

Mein Zimmer ist klein aber mein, die Nachbarn sind leider sehr laut (Schwesternschuelerinnen halt…) und die Aerzte auf Station sind sehr unterschiedlich gut zu gebrauchen.

Falls mir jemand schreiben will, hier kommt die Adresse (auch Pakete sind willkommen…):


Nurses home
Erne Hospital
Cornagrade Road
Enniskillen, Co Fermanagh
Northern Ireland, BT74 6AY

Ab heute Abend habe ich auch eine britische Handynummer: 0044-79-6252-3896 - fuer den Fall, dass irgendwas besonders wichtig ist - diese kann man aus dem deutschen Festnetz uebrigens mit der Vor-Vorwahl 0190091 fuer 12,2 cent fuer jede angefangene Minute etwas guenstiger als ueber die Telekom anwaehlen…
SMS kann ich aber auch weiterhin ueber meine Heimatnummer empfangen.

Wie gut ich hier Photos hochladen kann, habe ich noch nicht herausgefunden, aber das wird schon.

So far, so good. Spaeter mehr.

Chirurgie im KNH

Mai 26th, 2005

Also auch wenn ich ja bereits immer schon wußte, daß Chirurgie nie meine Fachrichtung sein würde, konnte man nicht ahnen, daß es möglich ist, Teile seines Praktischen Jahres derartig zu verschwenden! Was ich alles in diesen letzten zwei Monaten hätte lernen oder Interessantes sehen können! Aber nein, man wird ausschließlich verheizt und darf die ganze Arbeit erledigen, auf die andere keine Lust haben - aber Vorsicht: bloß nichts lernen!!!
Wenn man dann auch noch vom Chef der Abteilung ständig zu hören bekommt, daß die PJler heute so bevorzugt behandelt werden und bei dem mehrfachen Nachfragen, ob man auch mal auf die Notaufnahme könne als Antwort bekommt, daß das sogar eine ganz tolle Idee sei und er das sogar befürworten würde, in unserer Freizeit, also nachmittags und am Wochenende, dann fällt mir dazu echt nichts mehr ein.

Mit anderen Worten: haltet Euch beim Chirurgie-Tertial im PJ vom Klinikum Nord Heidberg fern! Alle anderen Fachrichtungen sollen allerdings zu empfehlen sein…

Ich habe heute also nun endlich meinen letzten Tag im Krankenhaus des Grauens hinter mir - wenn auch noch schnell mit einer flauschigen 5-Stunden-OP, bei der ich alles in allem etwa 4 Stunden herumgestanden habe und höchstens eine Stunde etwas halten oder gar schneiden durfte. Dann kriege ich auch noch ein “Zeugnis”, in dem es heißt, ich hätte selbständig Anamnesen erhoben, Therapievorschläge gemacht und chirurgische Untersuchungsmethoden erlernt und ausgeübt… Wo war ich, als das alles geschah?!?!? Glaubt der Chef eigentlich wirklich, was er da unterschreibt? Ich denke, das sollte man mal klären, wenn etwas Zeit vergangen ist.

Aber dennoch: ES IST VORBEI!

Chirugie in der Schweiz

April 3rd, 2005

Tja, da bin ich kaum weg und schon ist die erste Hälfte meines Chirurgie-Tertials auch schon wieder vorbei.
Und was ist das Fazit?
1. Die Arbeitsatmosphäre ist hier in der Schweiz, bis auf ein paar cholerische, offensichtlich bipolar gestörte, hier nicht näher zu bezeichnende “Kollegen”, deutlich netter, als ich es bisher aus Deutschland kennenlernen durfte.
2. Chirurgie ist nicht meine Welt, wobei die Zeit auf dem Notfall wirklich Spass gemacht hat (dort sitze ich auch gerade, mitten in meiner aller letzten Schicht im KSW:cry: ).
3. Notfallmedizin ist viel toller, als Chirurgie alleine.

Was habe ich also hier so gesehen? Im OPS (Operationssaal) durfte ich Operationen wie Appendektomien (laparoskopisch oder offen) “tatkräftig” unterstützen,

Appendektomie

Wenn ich dabei nicht s’Langebeckli, s’Sugi oder den Roux richtig in die Wunde gehalten hätte, wer weiss, was dann alles schief gelaufen wäre…
Gerne auch habe ich z.B. die Behebung einer gelenknahen Femurfraktur mittels Gammanagel beaufsichtigt,
Gammanagel

oder dem Operateur den einen oder anderen aufmunternden Kommentar zukommen lassen, damit die Qualität erhalten bleibt :grin: (das nennt man glaube ich “Qualitäts-Management”).
Und trotzdem, nein, ich finde operieren einfach nicht interessant, auch wenn die Chirurgen wirklich zeitweise sehr unterhaltsam sein können (im positiven und v.a. im negativen Sinne…).
diese Chirurgen...

Nun bleibt also heute abzuwarten, ob diese Nacht genauso schlimm wird, wie die letzte - ich durfte gestern von 18:30 Uhr bis morgens um 8 Uhr hier verweilen. Aber die Arbeit auf dem Notfall, insbesondere, wenn man mal ein bisschen eigenständiger Arbeiten kann, macht wirklich Spass - im Endeffekt konnte ich doch noch ein paar mal Wunden nähen oder tackern. :smile:

Also: bleibt die Hoffnung, dass ich auch im Klinikum Nord Heidberg ein bisschen auf der Notaufnahme herumtoben darf!

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