Der Grand-Prix zwischen der Arbeit
Da ich dieses Wochenende Tagschicht auf der Intensivstation habe und so von 8-20 Uhr auf Maloche bin, nutze ich die übrige Zeit üblicherweise mit im Bett herumliegen und streckenweise auch darin schlafen. Diesen Sonnabend ist ja nun auch zufällig der “Grand Prix Eurovision de la Chanson” - oder wie die meisten sagen, der “Eurovision Song Contest“…
Eigentlich hat die Sendung ja seit mehreren Jahren absolut Ihren Reiz für mich verloren, aber irgendwie gucke ich es dann doch immer wieder und ärgere mich über die inzwischen doofe Sendung.
Diesmal war die Balkan-Connection aber wieder groß dabei, da fast nur osteuropäische Länder (die ja auch irgendwie immer mehr werden - wo ist eigentlich genau Moldau???) das Halbfinale hinter sich lassen konnten…
Was mich ja echt immer nervt ist, daß Menschen, die wirklich gar kein Englisch können, trotzdem auf dieser Sprache glauben singen zu müssen! Das klingt so scheiße!! Und das Liedgut war auch diesmal wieder großenteils billiger Mist - einige originelle Ausnahmen wie Ungarn mit einem schönen Blues bei wirklich guter Stimme der Sängerin (Magdi Rúzsa) oder auch der Beitrag aus Serbien, zwar häßliche Sängerin (Marija Serifovic) aber sehr schönes Lied - und dann noch auf serbisch! Dagegen kommen dann Lieder wie das von Verka Serduchka aus der Ukraine, das weder originell noch gut ist, sondern einfach nur unglaublich bescheuert - und damit gute Chancen bei diesem zunehmend lächerlichen Wettbewerb hat. Allerdings fragt man sich auch bei dem britischen Beitrag, wer sich dieses peinliche British-Airways-Werbelied mit zwei Saftschubsen und zwei aufgetakelten Transen ausgedacht hat…
Da muß ich leider etwas parteiisch sagen, daß mir im Vergleich das Lied von Roger Cicero sehr gut gefallen hat und damit sicher keine Chance auf einen Platz unter den ersten 20 hat - also warten wir mal auf die Platzierungen…


