hennings welt

Gedicht zum Herbst

October 30th, 2006

An einem dieser letzten Oktobertage ein paar poetische Gedanken zum Herbst (leider nicht von mir…):

Herbst

Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg’ ein ferner Frühlingstag.

Theodor Storm
(1817 - 1888)


3 Comments »

  1. r. says

    Schön ist das!

    November 2nd, 2006 | #

  2. Kristina says

    Ich find dit gut und will dit für meine ha benutzen!!!! :roll:
    :razz: :lol: :cool: :cool: :cool: :cool: :smile: :smile: :mrgreen:

    November 16th, 2006 | #

  3. henning says

    Äh, ja, denn man tau… :neutral:

    November 16th, 2006 | #

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