Was haben mir diese vier Monate hier in Enniskillen also nun gebracht?
- Ich konnte mir, und ich denke das ist zumindest keine verschwendete Zeit, ein gutes Bild von einem voellig anderen Gesundheitssystem machen.
- Den Alltag auf einer typisch “englischen” Station und in einer kleinen Notaufnahme konnte ich ausgiebig miterleben.
- Ich habe viele Roentgenbilder (jeglicher Art) angucken duerfen und hoffentlich darin ein wenig Routine bekommen.
- Einige Untersuchungstechniken wurden mir naeher gebracht.
- Mein Englisch ist sicher ein wenig fluessiger geworden und hat jetzt einen ganz merkwuerdig gemischten Akzent (auf jeden Fall kommt selten jemand drauf, wo ich her komme
).
- Ich habe einige sehr nette Menschen kennengelernt, von denen ich einige hoffentlich auch noch laenger kennen werde (Dank an Rolf, fuer die gute Gesellschaft!).
- Ich habe tolle Ausfluege in einem wirklich wunderschoenen Land gemacht (und relativ viel Wetterglueck hatte ich wohl auch…
).
Aber:
- Ich habe deutlich weniger gelernt, als ich gehofft hatte; es gab hier halt kaum jemanden, der mich mal unterrichtet hat.
- Ich stehe mit diesen ganzen vedammten Medikamenten immernoch auch dem Kriegsfuss!
- Die haben sehr merkwuerdige Angewohnheiten hier, z.B. diese ganzen unhygienischen Vorhaenge um die Betten herum und dass man keinen Patienten mit den Fuessen zuerst im Bett herumfaehrt, weil man das nur mit Leichen macht und so alle Patienten immer rueckwaerts durch die Gegend gefahren werden… 
- Zeitweise wurde die Zeit hier wirklich lang, u.a. auch, da meine “Mit-Flur-Bewohnerinnen”, bis auf einige wenige Ausnahmen, echt unertraeglich waren und Enniskillen eben, gerade ohne Auto, doch ein Kaff bleibt (Hamburg rulez!!!).
- Inder, Pakistanis und Bengalesen sind lustige Voelker - zumindest, diejenigen davon, die ich kennengelernt habe.
- Und abgesehen vom durchaus schlechten Essen, ist dieses Land einfach zu teuer.
Aber alles in Allem, habe ich es nicht bereut, hierher gekommen zu sein und werde die Zeit sicher nie vergessen und hoffentlich von den Erfahrungen letztlich auch profitieren koennen.