hennings welt

Chirurgie im KNH

May 26th, 2005

Also auch wenn ich ja bereits immer schon wußte, daß Chirurgie nie meine Fachrichtung sein würde, konnte man nicht ahnen, daß es möglich ist, Teile seines Praktischen Jahres derartig zu verschwenden! Was ich alles in diesen letzten zwei Monaten hätte lernen oder Interessantes sehen können! Aber nein, man wird ausschließlich verheizt und darf die ganze Arbeit erledigen, auf die andere keine Lust haben - aber Vorsicht: bloß nichts lernen!!!
Wenn man dann auch noch vom Chef der Abteilung ständig zu hören bekommt, daß die PJler heute so bevorzugt behandelt werden und bei dem mehrfachen Nachfragen, ob man auch mal auf die Notaufnahme könne als Antwort bekommt, daß das sogar eine ganz tolle Idee sei und er das sogar befürworten würde, in unserer Freizeit, also nachmittags und am Wochenende, dann fällt mir dazu echt nichts mehr ein.

Mit anderen Worten: haltet Euch beim Chirurgie-Tertial im PJ vom Klinikum Nord Heidberg fern! Alle anderen Fachrichtungen sollen allerdings zu empfehlen sein…

Ich habe heute also nun endlich meinen letzten Tag im Krankenhaus des Grauens hinter mir - wenn auch noch schnell mit einer flauschigen 5-Stunden-OP, bei der ich alles in allem etwa 4 Stunden herumgestanden habe und höchstens eine Stunde etwas halten oder gar schneiden durfte. Dann kriege ich auch noch ein “Zeugnis”, in dem es heißt, ich hätte selbständig Anamnesen erhoben, Therapievorschläge gemacht und chirurgische Untersuchungsmethoden erlernt und ausgeübt… Wo war ich, als das alles geschah?!?!? Glaubt der Chef eigentlich wirklich, was er da unterschreibt? Ich denke, das sollte man mal klären, wenn etwas Zeit vergangen ist.

Aber dennoch: ES IST VORBEI!


No Comments »

No comments yet.

Leave a comment

You must be logged in to post a comment.